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 Park of Maremma

Der Naturpark "Parco Naturale Regionale della Maremma" wurde 1975 gegründet, aber trotz seiner kurzen Lebenszeit und seiner relativ kleinen Oberfläche (10.000 ha) ist er bereits zum Anlaufpunkt für eine stets steigende Anzahl von Personen geworden. 1993 ist der Park vom Rat der Europäischen Union als "Parco Europeo" (Europäischer Park) ausgezeichnet worden.
Auch wenn der Parkbesuch sicherlich eine wundervolle und lehrreiche Erfahrung ist, sollten Sie nicht vergessen, dass bei einem einmaligen Besuch manchmal die eigenen Erwartungen zu hoch gesteckt werden, im Vergleich zu den tatsächlichen Möglichkeiten, die uns die zu kurze Besuchszeit bietet; wir müssen uns vor Augen halten, dass es sich hierbei nicht um einen Zoo handelt, sondern um Tiere, die in freier Wildbahn leben.
Der Park kann nur zu Fuß besichtigt werden und es gibt zwei Zugangsstraßen, über die man die Wanderwege erreichen kann: von Alberese aus und von Talamone. Die Wege, die in Alberese losgehen, können normalerweise Mittwoch, Samstag, Sonntag und an Feiertagen begangen werden. Es ist allerdings empfehlenswert, sich für alle weiteren Informationen, welche die Uhrzeiten und die Modalitäten des Parkbesuchs betreffen, direkt an das Besucherzentrum des Parks zu wenden.

 Castiglione della Pescaia


Castiglione della Pescaia ist ein antiker Ort, der direkt am Meer zwischen Punta Ala und Marina di Grosseto liegt. Der antike Ortsteil besitzt die Form eines über dem Tyrrhenischen liegenden Balkons. Von dem für Touristen bestimmten Hafen werden täglich Ausflüge zu den Inseln des toskanischen Archipels angeboten.
Castiglione della Pescaia ist sehr antiken Ursprungs: Die ersten Spuren von einer Besiedlung dieser Gegend gehen auf ca. sechzigtausend Jahre zurück, während sich die erste urbane Siedlung in Vetulonia, einer antiken etruskischen Stadt in der Nähe des Prile Sees, befindet, der heute nicht mehr existiert. Die Römer wiederum gründeten Salebrone, ein Dorf, das berühmt ist für sein mildes Klima, den fischreichen See und einer an Wildtieren sehr reichen Umgebung. Nach dem Fall des römischen Reichs und dem Einfall der Barbaren 962, wurde Castiglione von Otto dem I von Sachsen, dem deutschen Kaiser, an Pisa übergeben. Pisa nutzte allerdings nur seine Reichtümer aus und kümmerte sich nicht um das Versanden des Hafens und des Prile Sees, der stagnierte, wodurch die Malaria Epidemie anstieg.

 Orbetello

Orbetello erhebt sich auf einer kleinen Halbinsel, umgeben von einer ostseitig und einer westseitig gelegenen Lagune, die von einem künstlich angelegten Damm, der seit 1841 die Stadt mit dem Kap "Monte Argentario" verbindet, in zwei Teile geteilt wird.
Die Lagunen werden von zwei Landzungen namens Feniglia und Gianella umschlossen, welche den Besuchern viele Kilometer an wundervollen Stränden bieten. Eingebettet in eine einzigartige und eindrucksvolle Landschaft ist die Ansicht Orbetellos aus der Höhe betrachtet einmalig, von dort ähnelt es nämlich dem Bug eines in den friedlichen Gewässern der Lagune Anker geschlagenen Schiffes, das durch die künstlich angelegte Damm-Verbindung zum Kap Monte Argentario wie ein Steg aussieht, von dem aus man an Land gehen kann. "Città Anadiomene", das bedeutet soviel wie eine Stadt, die sich aus dem Meer erhebt, wie sie Raffaele Del Rosso nennt, der sich eines Urteils von Gabriele D' Annunzio über Venedig bedient. Orbetello ist wahrscheinlich gerade aufgrund seiner besonderen geografischen Lage seit jeher für Eroberungen ein beliebter Ort gewesen, es stand nämlich im Laufe der Jahrhunderte unter dem Besitz der Aldobrandeschi, der Spanier, der Österreicher, der Franzosen, der Lothringer und außerdem der Abtei " delle Tre Fontane" . Auch der Ursprung des Namens wirft viele Fragen auf: Orvelus, Urva Tellus oder Urbis Tellus? Kreisförmige Stadt, Stadt der Kräuter oder ewige Stadt? Ihre Ursprünge bleiben weiterhin geheimnisvoll und hätte Piccinino 1455 nicht das Archiv geplündert, dann wären jetzt viele Zweifel vielleicht geklärt.
In der Gegend der Landzunge Giannella befindet sich eine große Vielfalt an Zugvögeln. Hier macht der rosafarbene Flamingo, eine wundervolle Tierart, die dazu beiträgt, der bereits wunderschönen Umgebung ein besonderes Flair zu verleihen, Station. Genau in der Mitte der Landzunge leitet der WWF in einem spanischen Landhaus aus dem 17.Jahrhundert ein Zentrum zur Umwelterziehung. Auf der Meeresseite erstreckt sich die Landzunge kilometerweit über einen sehr feinen Sandstrand bis hin zur Mündung des Albegna, und ist von der Straße durch breite Streifen der Macchia Mediterranea getrennt.
Die Feniglia Landzunge ist das unbestrittene Reich der unterschiedlichsten Grüntöne und der für die Macchia Mediterranea so angenehmen Düfte, die durch den dichten Pinienwald, der seinen labenden Schatten in Richtung Landesinneres wirft, noch intensiver werden. Hier leben die unterschiedlichsten Tierarten in freier Wildbahn, weil sie unter Naturschutz stehen. Es passiert daher nicht selten, dass Sie während eines Spaziergangs auf der "strada bianca" (der weißen Strasse) auf eine Herde Damhirsche treffen, die gerade in aller Ruhe weidet. Ein goldig schimmernder von glasklarem Wasser bespülter Strand, ist der perfekte Rahmen dieses kleinen Stückchens Paradies.

 Saturnia

Saturnia ist von sehr antikem Ursprung und stammt wahrscheinlich sogar aus einer Zeit vor den Etruskern. Die warmen Quellen des Dorfes Saturnia, das Jahrhunderte lang von einer mystischen Aura und von Legenden umwoben wurde, verfügt über ein Thermalwasser, dessen heilende Wirkungen schon zur Zeit der Römer sehr geschätzt wurden. Heute ist Saturnia ein ruhiges, einladendes Dorf inmitten einer eindrucksvollen, anmutigen Landschaft.
Die heißen Quellen, die Mitte des vergangenen Jahrhunderts wiederhergestellt und im Laufe der Jahre umstrukturiert und vergrößert wurden, sind auf der ganzen Welt für ihr schwefelhaltiges, homöothermales Wasser bekannt und sehr geeignet bei Rheumaschmerzen, Stoffwechselkrankheiten, Atemwegserkrankungen ,
Magenbeschwerden und allgemein gegen Stress
.

 Monte Argentario

Der Monte Argentario war sehr wahrscheinlich ursprünglich eine Insel, die erst später durch die Landzungen "Feniglia" und "Giannella" mit der Küste verbunden wurde. Diese Landzungen haben sich durch die Ansammlung von Schutt, welcher von den Flüssen und den Meeresströmungen angeschwemmt wurde, gebildet. Die erste menschliche Ansiedlung geht weit in die Vergangenheit zurück, wie die zahlreichen archäologischen Funde, sowohl aus der "Grotta degli Stretti" als auch von der "Cala dei Santi" beweisen Viele der dortigen Höhlen waren bewohnt, wobei eine von ihnen, die "Grotta del Granduca" ( die Grotte des Großherzogs) sehr groß ist, sie verfügt über eine Länge von über einem Kilometer. Sie hat ihren Namen zu Ehren Leopolds von Lothringen erhalten, der ihre Ausgrabung förderte, außerdem befindet sich nur 50 Meter vom Eingang entfernt ein kleiner See.
Auf Grund seiner Lage, im Zentrum des Mittelmeers, wurde der Monte Argentario von den ersten Schiffern als sicherer Anlegeplatz angesehen. Die strategisch gute Position der Halbinsel führte zum Bau von Sichtungstürmen, um den ständigen Einfällen, wie zum Beispiel die des Piraten Khair ad Din und die des so genannten Barbarossa (Rotbart), der 1544 Porto Ercole plünderte, entgegenzuwirken. Die allerersten Verteidigungs-Maßnahmen gehen bis in die Bronze-Zeit zurück, aber ein wirkliches Verteidigungssystem, das die gesamte Halbinsel einbezog, nahm aber erst im 15. Jahrhundert unter der Republik von Siena in Angriff Gestalt an. Es ist jedoch den Spaniern zu verdanken, dass sich der Monte Argentario in nur wenigen Jahren zu einer gewaltigen Kriegsmaschine entwickelte, mit einer beachtlichen Befestigung, die allen ähnlichen Bauten in der Toskana weit überlegen war.
So wurde der Präsidienstaat, der Orbetello, Porto Ercole, Porto Santo Stefano und Talamone umfasste, gegründet, an den sich 1602 die Festung von Porto Longone auf Elba anschloss.
Die ausschließlich aus Bergen bestehende Halbinsel (635m) verfügt über charakteristische, felsige Steilküsten, von denen aus man die berühmte Zwergpalme, die hier in der freien Natur wächst, bestaunen kann, welche mit der typischen dichten Macchia Mediterranea bewachsen ist, die jedoch von Olivenhainen, Weinstöcken und Obstbäumen unterbrochen wird. Auf mühsam an den Berghängen geschaffenen Terrassen werden die beiden seltenen Traubenarten Ansonico und Riminese angepflanzt. Die Wirtschaft, die einst nur auf Fischfang basierte, findet heute im Tourismus ihre wichtigste Einnahmequelle.

 Punta Ala

Wenn Sie von Castiglione della Pescaia in Richtung Follonica weiterfahren, müssen Sie bei der Ortschaft Pian d’Alma links abbiegen, um nach Punta Ala zu gelangen. Da es sich bei Punta Ala um einen der renommiertesten Orte der Mittelmeerküste handelt, bedarf es keiner Präsentation. Es reicht wohl, Sie daran zu erinnern, dass Punta Ala der Trainings Stützpunkt der Luna Rossa war. Durch seine gelungene Einbettung in den Pinienwald ist Punta Ala einer der gelungensten touristischen Standorte der Nachkriegszeit und bietet seinen Gästen neben der sauberen Strassen und der gepflegten Rasen, elegante, immer gepflegte Gärten.
Der Hafen ist zudem eine wichtige touristische Attraktion und bietet neben seinen 900 Schiffsplätzen die Möglichkeit Schiffe, Motorboote und Yachten mit und ohne Matrosen zu mieten. Bemerkenswert ist auch der Golfplatz, der zu den größten Europas gehört und an dem wichtige internationale Wettkämpfe stattfinden.

 Siena
Siena befindet sich auf drei Hügeln, zwischen den Quellen des Arbia und des Elsa, ist ein Industrie - und Landwirtschaftszentrum, aber auch reich an Kunstwerken, Bauten und Austragungsort des berühmten „Palio“. Jede Jahreszeit eignet sich für einen Besuch dieser Provinz: Im Sommer aufgrund ihrer gebirgigen Frische, im Winter, weil man hier Schisport treiben kann und im Frühjahr und Herbst lohnt sich ein Besuch der wundervollen Natur wegen. Die von den Etruskern gegründete Stadt war unter Augustus römische Kolonie. Nach der Besetzung seitens der Langobarden wurde Siena um 700 zum Bischofssitz, behauptete sich jedoch im 11. Jahrhundert als weltliche Gemeinde. Schwere Kämpfe trennten Siena und Florenz und führten dazu, dass letztere 1260 bei Montaperti geschlagen wurde. Nachdem sie von unterschiedlichen Stadtherrschaften regiert wurde, fiel die Stadt unter kaiserliche Herrschaft, wurde danach Teil des Mediceer Staates und stand anschließend bis 1859, dem Tag, an dem sie an das italienische Königreich annektiert wurde, unter der Herrschaft der Lothringer.
 
 
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